Das Bergische in Europa – Europa im Bergischen

Die EU im Bergischen Land

Nur drei Autostunden trennen das Bergische Land von der europäischen Hauptstadt Brüssel. Mit dem Zug sind es noch weniger. Doch trotzdem fragen mich häufig die Bürgerinnen und Bürger aus dem Bergischen Land „Die EU ist für mich weit weg. Was hat Brüssel schon mit meinem Alltag zu tun?“

Auf den ersten Blick scheint es vielleicht so, dass die EU weit weg ist, aber bei genauerem Hinschauen begegnet uns die EU jeden Tag – auch im Bergischen Land – nur meistens bekommen wir davon bewusst gar nicht so viel mit. Hier ein paar Beispiele, wo ein Stück EU im Alltag zu finden ist:

Die EU im Alltag

Schon morgens steckt „EU“ in unserem Frühstück. Die Milch, die wir morgens in den Kaffee gießen, wird zum Beispiel von EU-Geldern unterstützt produziert. Hier sorgt die EU dafür, dass eine hohe Qualität eingehalten wird, etwa dass die Kühe gesund sind. Und beim Apfel, den wir uns schneiden, können wir uns können wir sicher sein, dass er frei von Pestiziden ist.

Auch beim Einkauf im Supermarkt ist die EU spürbar. Besonders die für Fleischwaren geltenden hohen Hygieneanforderungen sorgen dafür, dass die Qualität hoch ist, egal aus welchem EU-Land das Produkt stammt.

Am Wochenende beschließen Sie einen Kurztrip zu machen, wie etwa einen Einkaufstrip nach Maastricht über die niederländische Grenze oder einen Strandtag in Oostende in Belgien. Die Fahrt können Sie entspannt verbringen: keine Grenzkontrollen oder Geldwechsel erwarten Sie. Sollte Ihnen auf dem Weg oder am Strand etwas passieren, ist das kein Problem – es gilt die europäische Krankenversicherungskarte.

Ein Freund oder jemand aus ihrer Familie ist gerade im Ausland im Urlaub? Auch am Strand können Sie trotzdem telefonieren oder eine SMS schicken, da Handygebühren bei Anrufen aus dem EU-Ausland niedrig sind und demnächst sogar ganz wegfallen.

Europa für jedes Alter

Auch Schüler und Studenten profitieren von der EU. Die Bergische Universität Wuppertal hat Kooperationen mit Universitäten in Ländern wie Spanien, Italien, Finnland, Frankreich, Irland, Großbritannien und vielen mehr. Wer will, hat die tolle Möglichkeit fremde Kulturen und neue Sprachen kennenzulernen. Dabei unterstützt die EU mit monatlichem Taschengeld, um jedem Studenten – egal aus welchem Elternhaus – einen Austausch zu ermöglichen. Außerdem forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Bergischen Universität Wuppertal und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf seit Jahren im Rahmen der EU-Forschungsförderung.

Viele der Städte aus dem Bergischen Land pflegen Städtepartnerschaften, Gummersbach etwa mit Afantou in Griechenland, Mettmann mit Laval in Frankreich und Bergisch Gladbach mit Marijampole in Litauen. Diese Städtepartnerschaften werden mit Veranstaltungen und Begegnungen wie Schüleraustauschen mit Leben gefüllt.

In Wuppertal unterstützt die EU die Fahrradbrücke Bracken, die Hauptschule Röttgen mit dem Förderprogramm „Stärken vor Ort“ und beim Stadtumbau West. Die Bayer AG hat neben ihrem Hauptstandort in Leverkusen auch Standorte in Antwerpen, Turku, Lyon und Tarragona, ist also ein „Global Player.“

„Europa betrifft das Bergische Land nicht“, kann man also daher nicht sagen.

Vielleicht entdecken Sie auch immer wieder ein Stück Europa im Alltag. Schreiben Sie mir, ich bin gespannt.