Der Engel der Kulturen vor dem Europäischen Parlament

Mittwoch, 20. Juni 2012

Ein Zeichen der Toleranz aus dem Bergischen Land

Herbert Reul und Gregor Merten rollen den Engel der Kulturen vor das Europäische Parlament.

Die Künstler Gregor Merten und Carmen Dietrich, Parlamentspräsident Martin Schulz und Herbert Reul mit dem Engel der Kulturen vor dem Europäischen Parlament in Brüssel.

 

Der Engel der Kulturen war am 19. Juni 2012 in Brüssel. Damit ging ein großer Wunsch der Künstler Gregor Merten und Carmen Dietrich in Erfüllung. Drei Jahre lang hatten die beiden Künstler aus Burscheid versucht, ihren Engel der Kulturen nach Brüssel zu bringen. Als sie Herbert Reul bei einer Aktion in Leichlingen trafen, konnten sie ihn für ihr Projekt begeistern. Er war sofort bereit, die Idee der bergischen Künstler zu unterstützen, damit der Engel der Kulturen auch vor das Europäische Parlament kommt.

 

Die Skulptur des Engels der Kulturen transportiert die Botschaft von Menschlichkeit und Respekt in einem klaren Bild. Aus einem Rad aus Stahl stülpen sich Davidstern, Kreuz und Sichel als Zeichen der drei abrahamitischen Religionen, dadurch formt sich im Innenraum des Rads ein Engel. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Menschen trotz ihrer Vielfalt und der Unterschiedlichkeit der Kulturen miteinander verbunden sind.

 

Gemeinsam mit Vertretern aller Religionen verlegten Carmen Dietrich und Gregor Merten den Engel der Kulturen als Bodenintarsie vor der Europakirche in Brüssel. Anschließend rollten sie den Engel der Kulturen von dort bis auf den Platz Simone Veil direkt vor dem Europäischen Parlament. Neben den Künstlern waren auch über 200 Schüler und Bürger aus dem Wahlkreis nach Brüssel gekommen und schauten bei der Erzeugung eines temporären Sandabdrucks der Skulptur zu. Herbert Reul freute sich über das große Interesse der vielen jungen Menschen.

 

Ehrengast der Veranstaltung war der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz. Er hob in seiner Rede hervor, dass der Zusammenhalt in Europa über politische und kulturelle Grenzen hinaus gerade in der heutigen Zeit von größter Bedeutung ist. „In einer Demokratie sind Toleranz und Akzeptanz des anderen Voraussetzung für ein gelungenes Miteinander. Auch wir Parlamentarier müssen mit unterschiedlichen politischen Meinungen umgehen und um die „Sache“ streiten“, ergänzte Herbert Reul.