EU-Energiefahrplan: Erneuerbare Energien europäisch fordern

Donnerstag, 31. Mai 2012

EU-Rechtsrahmen nötig / Energiemix als Schlüssel / Energieeffizienz durch Technologiefortschritt / Debatte im Energieausschuss des EU-Parlaments

Zur heutigen Debatte im Industrie- Forschungs- und Energieausschuss des Europäischen Parlaments zum Energiefahrplan 2050, erklärte Herbert Reul, Vorsitzender der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament:

 

"Der Energiefahrplan 2050 muss den endgültigen Anstoß geben, dass die Förderung erneuerbarer Energien in Zukunft europäisch gestaltet wird. Die Kleinstaaterei der nationalen Fördersysteme für erneuerbare Energien muss endlich aufhören, denn sie ist eine Geldverschwendung sonder Gleichen. Im europäischen Rahmen könnten hingegen die enormen Potentiale einfacher geografischer und meteorologischer Realitäten genutzt werden."

 

Reul spricht sich für einen ausgewogenen Energiemix aus: "Energieversorgung darf sich nie auf einen Energieträger beschränken, denn solch eine Einschränkung bringt Abhängigkeit. Wir müssen auch in Zukunft auf einen gelungen Mix verschiedener Energieträger setzen: Sonne, Wind, Wasser, Kohle, Gas und Kernenergie - wir brauchen alle Formen der Energieerzeugung. Die Kommission sieht dies zum Glück genauso. Die Szenarien im Energiefahrplan zeigen unter anderem, dass Kernenergie auch weiter eine entscheidende Rolle in der europäischen Energieversorgung spielen wird."

 

Reul, der als Schattenberichterstatter für die EVP-Fraktion den Energiefahrplan verfolgt, weist auf die enormen Energieeffizienzpotentiale in Europa hin: "Allein  durch den technologischen Fortschritt werden wir unsern Verbrauch enorm senken können. Hier müssen wir ansetzen. Wir müssen die Forschung noch mehr fördern. Wenn ein Produkt gut ist und energieeffizient, kauft es der Kunde, um Folgekosten zu vermeiden. Der eigene Geldbeutel ist der beste Effizienzratgeber."