Typische Arbeitswoche

Meine Woche(n) in Brüssel, Straßburg und im Bergischen Land

Mein Arbeitsalltag im Europäischen Parlament ist sehr unterschiedlich. Jeden Tag erwarten mich verschiedene Themen und Personen. In meinem Terminkalender kann ich zwischen verschiedenen Wochentypen unterscheiden: Es gibt Plenarwochen, Fraktionswochen, Ausschusswochen und Wahlkreiswochen.

Mein  Montag beginnt meist im Wahlkreis im Bergischen Land: Hier stehen häufig Schulbesuche und Pressegespräche an. Alle zwei Wochen fliege ich nach Berlin zu einer Sitzung des Präsidiums und/oder Bundesvorstands der CDU. Nachmittags reise ich dann nach Brüssel, wo ich erste Absprachen mit meinen Mitarbeiterinnen treffe. Hier handelt es sich häufig um aktuelle Anfragen, neue politische Entwicklungen oder die Terminkoordination von Pressegesprächen, Treffen mit Interessensvertretern oder Abendterminen in Brüssel.

In Ausschusswochen finden dann nachmittags auch oft schon die ersten Ausschusssitzungen statt. In solchen Wochen gibt es mehrere Sitzungen der 24 verschiedenen Ausschüsse, in denen die Gesetzesvorschläge der Europäischen Kommission beraten und aktuelle Themen diskutiert werden. Ich vertrete meine EVP-Fraktion im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie.

Nach den Sitzungen ist der Tag noch lange nicht vorbei. Dann geht es für mich in meinem Büro im 14. Stock weiter. Mit einem wunderschönen Blick auf Brüssel stehen Telefonate, persönliche Gespräche und Lektüre auf dem Plan.

Auf Ausschusswochen folgt meist eine Fraktionswoche, in der die verschiedenen Gremien der acht Fraktionen in Brüssel tagen. Ich bin als CDU-Abgeordneter Mitglied in der Fraktion der Europäischen Volkspartei. Für meinen Kalender bedeuten Fraktionswochen: Treffen mit meinen Fachkollegen im Bereich Wirtschaft und Umwelt und natürlich die Vorberatung mit den CDU/CSU-Abgeordneten, die ich als Vorsitzender leite. Zum Schluss kommen dann alle EVP-Abgeordneten zu unserer Fraktionssitzung zusammen, die unser Vorsitzender Manfred Weber leitet. Dort bereiten wir uns auf die Plenarwoche vor und besprechen auf Parteiebene alle wichtigen anstehenden Themen.

Einmal im Monat findet dann die Plenarwoche in Straßburg statt, dem offiziellen Sitz des Europäischen Parlaments. Von Montagabend bis Donnerstagnachmittag werden dort die in den Ausschüssen und Fraktionen beratenen Gesetzesvorhaben diskutiert und beschlossen. Zusätzlich finden bis zu sechsmal im Jahr zweitägige Plenartagungen in Brüssel statt. Außerdem habe ich viele repräsentative Termine und Interviews, sowohl in Brüssel, in Deutschland und international. Einen aktuellen Überblick gibt mein Kalender.

Eine willkommene Abwechslung in diesem Sitzungsmarathon sind die zahlreichen Besuchergruppen. Sie kommen während der Arbeitswochen sowohl nach Brüssel als auch nach Straßburg. Es macht mir viel Freude, Bürger- und insbesondere Schülergruppen über meine Arbeit im Parlament zu berichten. Mir ist es wichtig, die Bürgerinnen und Bürger an meiner Arbeit in Brüssel teilhaben zu lassen und über aktuelle Ereignisse in der EU zu diskutieren und zahlreiche Fragen zu beantworten.

Die Sitzungen in Brüssel oder Straßburg dauern jeweils bis in den Donnerstagnachmittag. Danach fahre wieder zurück in meinen Wahlkreis und zu meiner Familie. Im Bergischen Land erwartet mich jedoch kein verlängertes Wochenende, sondern viele verschiedene Termine. Von Donnerstagabend bis Sonntagabend treffe ich die Bürgerinnen und Bürger bei Stadtfesten, Vereinsjubiläen oder Firmenbesuchen. Häufig lade ich zu eigenen Informationsveranstaltungen ein, um über meine Arbeit in Brüssel zu berichten, aktuelle Themen zu diskutieren und Anregungen mitzunehmen. Im Bergischen Land bin ich natürlich auch in den sieben Wahlkreiswochen im Jahr anzutreffen.